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Audrey Manga
Mein Hund trinkt viel – Daran kann es liegen

Du beobachtest deine Fellnase und wunderst dich: Der Napf ist schon wieder leer? Genau wie bei uns Menschen ist auch für unsere Vierbeiner die tägliche Aufnahme von frischem Wasser absolut essenziell, um den Durst zu stillen, den Kreislauf stabil zu halten und den komplexen Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren. Bis zu einem gewissen Grad ist es völlig unbedenklich und sogar wichtig, dass dein Liebling ordentlich zuschlägt – vor allem in den heißen Sommermonaten oder nach einem ausgiebigen Spaziergang mit hohem Aktivitätslevel. Grundsätzlich sollte dein Hund immer und jederzeit freien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Doch was ist, wenn der Durst plötzlich unstillbar scheint? Wenn du dir die Frage stellst: „Mein Hund trinkt viel, ist das noch normal?“, solltest du genauer hinsehen. Ein stark vermehrtes Trinken (in der Fachsprache Polydipsie genannt) kann harmlose Ursachen haben, aber eben auch ein wichtiges Warnsignal für ernsthafte gesundheitliche Probleme sein. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie viel Flüssigkeit gesund ist und ab wann du handeln musst. Inhaltsverzeichnis Mein Hund trinkt viel: Wie viel Wasser ist eigentlich normal? Der praktische Test: So misst du die Wassermenge Harmlose Gründe: Warum dein Hund plötzlich viel trinkt Hitze und hohe Temperaturen im Sommer Vermehrte körperliche Aktivität Stress und Aufregung Futterwechsel und Trockenfutter Wenn Krankheit der Auslöser ist: Mein Hund trinkt viel und ist schlapp Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) Nierenerkrankungen Weitere gesundheitliche Ursachen Alarmstufe Rot: Warnsignale für Vergiftungen Die Gefahr der Wasservergiftung Wann solltest du zum Tierarzt gehen? Mein Hund trinkt viel: Wie viel Wasser ist eigentlich normal? Um beurteilen zu können, ob ein Problem vorliegt, müssen wir erst einmal klären, was die Norm ist. Der tägliche Wasserbedarf eines Hundes ist nicht pauschal für jedes Tier gleich. Er hängt von verschiedenen, ganz individuellen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art des Futters, dem Alter, der Rasse, der Größe und dem genauen Gewicht deines Hundes. Als medizinischer Richtwert gilt: Im Normalfall sollten gesunde Hunde etwa 20 bis 100 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag zu sich nehmen. Ein kleines Rechenbeispiel: Ein kleiner Dackel mit 10 kg Körpergewicht sollte am Tag etwa 200 ml bis zu einem ganzen Liter Wasser trinken. Ein großer Labrador mit 30 kg benötigt dementsprechend zwischen 600 ml und bis zu 3 Litern Wasser täglich, um optimal hydriert zu bleiben. Die riesige Spanne von 20 bis 100 ml ergibt sich aus den extrem unterschiedlichen Alltagsbedingungen (Ruhetag vs. aktiver Hundesport). Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Der praktische Test: So misst du die Wassermenge Damit du nicht nur schätzen musst, ob dein Liebling zu viel oder zu wenig Wasser trinkt, ist es überaus sinnvoll, die exakt getrunkene Wassermenge über ein paar Tage hinweg genau zu messen. Das geht ganz einfach: Fülle am Morgen einen großen Messbecher mit ausreichend Wasser für den gesamten Tag. Notiere dir die genaue Menge (z. B. 2000 ml) und fülle den Wassernapf deines Hundes ausschließlich aus diesem Becher auf. Am nächsten Morgen (nach exakt 24 Stunden) schüttest du das übrig gebliebene Wasser aus dem Napf wieder zurück in den Messbecher. Die daraus resultierende Differenz ist das Wasser, das dein Hund an diesem Tag getrunken hat. Führe dieses kleine Wasser-Tagebuch am besten über mehrere Tage, um festzustellen, ob eine echte Auffälligkeit vorliegt.Achtung! Wenn dein Hund beim Spaziergang genüsslich aus Pfützen, Seen oder Flüssen trinkt, verfälscht das natürlich deine Messung enorm. Behalte ihn draußen also gut im Auge. Harmlose Gründe: Warum dein Hund plötzlich viel trinkt Nicht immer steckt gleich eine dramatische Krankheit hinter einem leeren Wassernapf. Übermäßiges Trinken kann viele verschiedene alltägliche Ursachen haben. Hitze und hohe Temperaturen im Sommer Hunde können nicht wie wir Menschen über die Haut schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur fast ausschließlich über das Hecheln und über die Pfotenballen. Bei steigenden Temperaturen im Sommer brauchen Hunde deutlich mehr Wasser, um ihren Körper effektiv zu kühlen und die verdunstete Flüssigkeit auf der Zunge auszugleichen. Achte bei Hitze ganz besonders darauf, dass immer frisches Nass zur Verfügung steht. Vermehrte körperliche Aktivität Ein ausgedehnter Spaziergang, eine wilde Runde Apportieren oder aktiver Hundesport wie Agility treiben den Puls in die Höhe. Nach intensiver körperlicher Anstrengung ist es eine völlig natürliche und gesunde Reaktion des Körpers, den Flüssigkeitsverlust sofort ausgleichen zu wollen. Stress und Aufregung Ist dein Hund aufregenden oder stressigen Situationen ausgesetzt – wie zum Beispiel einer langen Autofahrt, einem Besuch in der Tierarztpraxis oder an Silvester –, kann es sein, dass er danach mehr als gewöhnlich trinkt. Durch nervöses, aufgeregtes Hecheln verdunstet nämlich extrem viel Flüssigkeit über die Schleimhäute. Futterwechsel und Trockenfutter Die Art der Fütterung hat den wohl größten Einfluss auf das Trinkverhalten! Wechselst du von extrem feuchtigkeitsreichem Futter (wie Nassfutter, Barf oder frisch gekochten Rationen) plötzlich auf handelsübliches Trockenfutter, ist es völlig logisch und absolut wichtig, dass dein Hund massiv mehr trinkt. Er muss die nun fehlende Wassermenge aus der Nahrung mühsam über den Napf ausgleichen. Bereit, deinem Hund ein gesünderes und längeres Leben zu schenken? Jetzt frischgekochtes Hundefutter bestellen und 30 % sparen! Jetzt bestellen Wenn Krankheit der Auslöser ist: Mein Hund trinkt viel und ist schlapp Wenn du harmlose Ursachen wie Hitze, Stress oder Trockenfutter ausschließen kannst und dein Hund über mehrere Tage hinweg den Napf regelrecht leer saugt, ist Vorsicht geboten. Ein stark erhöhter Wasserkonsum ist ein klassisches Symptom für verschiedene organische Probleme. Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) Genau wie Menschen können auch Hunde an Diabetes erkranken. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Insulin produziert, sammelt sich Zucker im Blut an und wird über den Urin ausgeschieden. Dieser Zucker zieht förmlich Wasser aus dem Körper, weshalb betroffene Hunde extrem viel urinieren müssen und diesen Verlust durch exzessives Trinken auszugleichen versuchen. Nierenerkrankungen Die Nieren sind das Filtersystem des Körpers. Wenn sie durch Altersschwäche oder eine chronische Niereninsuffizienz ihre Fähigkeit verlieren, den Urin richtig zu konzentrieren, verliert der Hund unentwegt wertvolles Wasser. Auch hier entsteht ein starker, kaum zu stillender Durst, oft begleitet von Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Weitere gesundheitliche Ursachen Neben Diabetes und Nierenproblemen können auch hormonelle Störungen wie das Cushing-Syndrom (eine Überproduktion von Cortisol) oder der seltene Diabetes Insipidus (Wasserharnruhr) der Auslöser sein. Auch eine schmerzhafte Blasenentzündung verleitet Hunde oft dazu, mehr zu trinken. Bei unkastrierten Hündinnen ist zudem höchste Wachsamkeit geboten: Plötzlicher Durst kann ein erstes Alarmsignal für eine lebensgefährliche Gebärmuttervereiterung (Pyometra) sein! Ganz wichtig: Bitte entziehe deinem Hund niemals das Wasser, in der Hoffnung, dass er dann weniger in die Wohnung macht! Wenn ein Nierenproblem vorliegt, kann ein Wasserentzug innerhalb kürzester Zeit zu einem fatalen, lebensbedrohlichen Organversagen führen. Jetzt frisch gekochtes Futter für deinen Hund bestellen und sparen! Alarmstufe Rot: Warnsignale für Vergiftungen Wenn das Trinkverhalten extrem plötzlich umschlägt, solltest du den Allgemeinzustand deines Hundes genauestens überprüfen. Dein Hund trinkt extrem viel, ist apathisch und frisst nicht mehr? Das kann ein ernstzunehmendes Symptom einer akuten Vergiftung sein! Vor allem wenn dieser Durst zusammen mit weiteren massiven Symptomen wie starken Bauchkrämpfen, totaler Abgeschlagenheit, blutigem Durchfall oder starkem Erbrechen auftritt, zählt jede Minute. Auch mit hohem Flüssigkeitsverlust zwingen den Hund oft förmlich an den Wassernapf. Die Gefahr der Wasservergiftung Paradoxerweise kann auch das Wasser selbst zur Gefahr werden. Eine sogenannte Wasservergiftung (Hyperhydration) entsteht, wenn ein Hund in sehr kurzer Zeit extrem große Mengen Wasser aufnimmt – beispielsweise wenn er stundenlang wild nach dem Wasserstrahl eines Gartenschlauchs schnappt oder beim Apportieren aus dem See unbemerkt Unmengen an Seewasser schluckt. Das Blutbild entgleist, das Gehirn schwillt an und es besteht absolute Lebensgefahr! Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag über die Wasservergiftung beim Hund. Wann solltest du zum Tierarzt gehen? Wenn dir auffällt, dass dein Liebling über mehrere Tage hinweg auffällig viel trinkt, du die getrunkene Menge mit unserem Tipp gemessen hast und harmlose Gründe wie ein heißer Sommertag oder sehr trockene Nahrung ausgeschlossen sind, raten wir dir dringend zu einem Tierarztbesuch. Um dem Arzt bei der Diagnose zu helfen, kannst du ihm direkt notieren, wie viele Milliliter dein Hund in 24 Stunden getrunken hat. Oft hilft es auch enorm, wenn du den Morgenurin deines Hundes in einem sauberen Gefäß auffängst und direkt mit in die Praxis bringst. Mit einer einfachen Blut- und Urinuntersuchung kann der Profi sehr schnell feststellen, ob eine Krankheit vorliegt, und deinem treuen Begleiter schnell helfen. Anita Lorber

Anita Lorber
Grannen beim Hund: So schützt du deinen Vierbeiner vor der unsichtbaren Gefahr

Der Sommer ist für uns und unsere Vierbeiner die schönste Zeit des Jahres. Wir genießen lange Spaziergänge in der Natur, laue Abende und Ausflüge ins Grüne. Doch sobald die Wiesen hoch stehen und das Getreide auf den Feldern trocknet, lauert eine oft völlig unterschätzte, unsichtbare Gefahr im hohen Gras: Grannen! Was für uns Menschen lediglich ein kleines Piksen an der Wade bedeutet, kann für unsere tierischen Begleiter zu einem echten medizinischen Notfall werden. Grannen beim Hund sind eine massive potenzielle Gefahr, die man als verantwortungsvoller Hundehalter unbedingt kennen und niemals unterschätzen sollte. In unserem ausführlichen Blogartikel erfährst du im Detail, was genau diese tückischen Pflanzenteile sind, warum sie sich wie kleine Pfeile durch den Hundekörper bohren können, an welchen Symptomen du erkennst, dass dein Hund davon betroffen ist, und mit welchen simplen, aber effektiven Tipps du ihn davor schützen kannst. Jetzt Sommerdeal sichern! Inhaltsverzeichnis Was genau sind eigentlich Grannen? Wann ist Grannenzeit und wo lauern sie? Warum sind Grannen beim Hund so extrem gefährlich? Symptome erkennen: Wie bemerkt man Grannen beim Hund? Erste Hilfe: Was tun, wenn die Granne feststeckt? Prävention: 5 Tipps, wie du deinen Hund vor Grannen schützt Unser HelloBello Fazit für einen sicheren Sommer Was genau sind eigentlich Grannen? Um den Feind zu besiegen, muss man ihn kennen. Grannen sind im Grunde genommen winzige, oft borstige Pflanzenteile (die sogenannten Ähren), die bei vielen Pflanzenfamilien das Samenkorn umschließen. Man findet sie vor allem in der großen Familie der Süßgräser (Poaceae), zu denen landwirtschaftliche Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer gehören. Das absolut Tückische an diesen kleinen Pflanzenteilen ist ihre anatomische Beschaffenheit. Grannen besitzen winzige, mikroskopisch kleine Borsten und Widerhaken. Durch diese pfeilartige Struktur haben sie eine fatale Eigenschaft: Sie können sich nur in eine einzige Richtung bewegen – nämlich vorwärts! Sobald sie sich im Fell unserer Vierbeiner verhakt haben, wandern sie durch jede Bewegung des Hundes unaufhaltsam tiefer in Richtung der Haut. Wann ist Grannenzeit und wo lauern sie? Die klassische Grannenzeit beginnt bereits im späten Frühjahr (Mai/Juni) und erstreckt sich über den gesamten Hochsommer bis in den Spätsommer und frühen Herbst hinein. Besonders gefährlich wird es, wenn die Temperaturen steigen, die Pflanzenteile auf den Feldern und Wiesen vertrocknen und schließlich von der Pflanze abfallen oder leicht abstreifbar sind. Laufen die Hunde nun freudig über das Stoppelfeld oder durch hohes Gras, reicht ein kurzes Streifen aus, und die Granne bleibt im Fell hängen. Ein wichtiger Irrglaube: Viele Hundehalter denken, dass Grannen nur ein Problem auf ländlichen Getreidefeldern sind. Das ist falsch! Auch mitten in der Stadt lauern sie. Die sogenannte Mäusegerste wächst als hartnäckiges Unkraut an fast jedem städtischen Straßenrand, aus Pflasterritzen oder an Zäunen und trägt extrem aggressive Grannen in sich. Warum sind Grannen beim Hund so extrem gefährlich? Das Problem bei Grannen beim Hund ist nicht nur das äußere Verfangen im Fell. Die wahre Gefahr beginnt, wenn sie die Hautoberfläche erreichen. Durch ihre scharfe Spitze und die Widerhaken bohren sie sich unerbittlich durch die intakte Haut in das Gewebe des Hundes ein. Einmal eingedrungen, können sie nicht von selbst wieder herausfallen. Sie wandern förmlich durch den Körper! Auf ihrem Weg unter der Haut tragen sie massenhaft Schmutz und Bakterien mit sich. Die Folgen sind gravierend: Es entstehen extrem schmerzhafte Entzündungen, eitrige Infektionen, tief sitzende Abszesse und Fisteln. Noch gefährlicher wird es, wenn die Grannen nicht in die Haut, sondern in Körperöffnungen wie Ohren, Nase, Augen oder gar die Atemwege (beim Hecheln im Feld) gelangen. Gelangt eine Granne in die Lunge oder wird verschluckt, kann sie zu schweren Organschäden führen oder den Magen-Darm-Trakt verletzen. Wenn dein Hund ohnehin einen sensiblen Bauch hat, solltest du solche Reizungen unbedingt vermeiden. Lies hierzu auch: Was essen Hunde? Darauf solltest du unbedingt achten! 🐶 Bello's Sommer-Tipp für ein intaktes Immunsystem! Kleinere Wunden und Kratzer aus dem Gebüsch verheilen schneller, wenn das Immunsystem deines Hundes in Topform ist. Ein gesundes, glänzendes Fell (das sich leichter von Grannen befreien lässt) beginnt im Napf! 👉 Jetzt HelloBello's gesundes Frischfutter entdecken! Symptome erkennen: Wie bemerkt man Grannen beim Hund? 1. Symptome: Granne in der Pfote Die Pfoten, genauer gesagt die weichen Zwischenräume der Zehen (Schwimmhäute), sind der absolute Grannen-Magnet Nummer eins. Permanentes, fast schon manisches Lecken und Knabbern an der Pfote Plötzliches Hinken oder Lahmen nach dem Spaziergang Deutliche Rötung und eine harte, heiße Schwellung (oft wie eine kleine Beule) zwischen den Zehen Der Hund reagiert extrem schmerzempfindlich, wenn du die Pfote abtastest 2. Symptome: Granne im Ohr Hunde mit Schlappohren (wie Spaniels oder Retriever) sind hier besonders gefährdet, da die Grannen wie durch einen Trichter ins Ohrläppchen gleiten. Plötzliches, extrem heftiges und unaufhörliches Kopfschütteln Der Hund hält den Kopf schief (die betroffene Seite neigt sich nach unten) Panisches Kratzen am Ohr, oft begleitet von Winseln Starke Schmerzempfindlichkeit bei Berührung In fortgeschrittenem Stadium: Ausfluss aus dem Ohr oder Gleichgewichtsstörungen (wenn das Trommelfell verletzt ist) 3. Symptome: Granne in der Nase Beim ausgiebigen Schnüffeln am Wegesrand wird eine Granne blitzschnell wie durch einen Staubsauger eingesaugt. Plötzliches, extrem heftiges und nicht enden wollendes Niesen (oft schlägt der Hund die Nase dabei auf den Boden) Schweres Schnaufen und röchelnde Atmung Der Hund reibt sich die Nase unaufhörlich mit den Pfoten Einseitiger, anfangs wässriger, später oft blutiger Nasenausfluss Starkes Husten oder Würgen (wenn die Granne in den Rachen wandert) 4. Symptome: Granne im Auge Das ist nicht nur extrem schmerzhaft, sondern kann unbehandelt schnell zur Erblindung führen, da die Granne die Hornhaut zerkratzt. Plötzliches, starkes Zukneifen des Auges (Lidkrampf) Das Auge tränt extrem stark und ist stark gerötet Der Hund reibt mit der Pfote ständig über das Auge Starke Schwellungen des Lidrandes Gelblicher oder eitriger Augenausfluss Erste Hilfe: Was tun, wenn die Granne feststeckt? Wenn du die oben genannten Symptome für Grannen beim Hund feststellst, ist schnelles Handeln gefragt. ACHTUNG: Ist die Granne noch völlig lose und nur oberflächlich im Fell verfangen, kannst du sie problemlos mit den Fingern, einem feinen Kamm oder einer Pinzette herausziehen. Steckt die Granne aber bereits in der Haut, im Ohr, im Auge oder in der Nase, gilt absolutes Verbot für eigene "Operationen"! Versuche niemals, eine festsitzende Granne selbst mit der Pinzette aus dem Gehörgang oder der Nase zu pulen. Durch die Widerhaken bricht die Granne beim Zurückziehen extrem leicht ab. Der Rest bleibt tief im Gewebe stecken und die Entzündung wird dramatisch schlimmer. Gehe in einem solchen Fall sofort in die Tierarztpraxis! Der Tierarzt hat spezielles Werkzeug (Otoskop, feine Zangen) und kann dem Hund oft eine leichte lokale Betäubung geben, um den Fremdkörper schmerzfrei und restlos zu entfernen. Prävention: 5 Tipps, wie du deinen Hund vor Grannen schützt Grannen frühzeitig zu vermeiden, ist die allerbeste Medizin. Mit diesen 5 einfachen Maßnahmen reduzierst du das Risiko einer schmerzhaften Grannen-Verletzung für deinen Vierbeiner im Sommer enorm: Vorausschauend Spazierengehen: Meide in der Hochsaison (Juni bis August) Spaziergänge quer durch ungemähte, trockene Getreidefelder oder kniehohes, vertrocknetes Gras. Bleibe auf den gemähten Wegen und mache auch in der Stadt einen Bogen um wuchernde Mäusegerste am Rand. Die tägliche Body-Check-Routine: Mache es dir zur absoluten Gewohnheit, deinen Hund nach jedem sommerlichen Spaziergang sorgfältig abzutasten. Fahre mit den Händen durch das Fell, kontrolliere die Achseln, den Bauch und vor allem den Bereich rund um den Hals. Pfoten-Check nicht vergessen: Spreize die Zehen deines Hundes nach dem Gassi gehen leicht auseinander und wirf einen genauen Blick in die feinen Pfotenzwischenräume sowie unter die Ballen. Hier verstecken sich 90 % der Grannen! Das Fell trimmen: Halte das Fell deines Hundes in den Sommermonaten an den gefährdeten Stellen gezielt kurz. Schneide das Fell zwischen den Zehen und Ballen regelmäßig aus. Auch die Haare an der Innenseite der Ohrmuscheln sollten kurz gehalten werden, damit Grannen weniger Angriffsfläche haben. Ohren kontrollieren: Klappe die Ohren nach dem Spaziergang einmal um und schau kurz hinein. Oft hängen die Grannen erst noch im Vorhof des Ohrs, bevor sie sich durch das Schütteln tief in den Gehörgang bohren. Unser HelloBello Fazit für einen sicheren Sommer Die warme Jahreszeit soll Spaß machen und nicht von ständiger Sorge geprägt sein! Grannen beim Hund sind zwar ein echtes und potenziell gefährliches Problem, aber wenn du aufmerksam bist, lassen sich die meisten Dramen wunderbar verhindern. Meide trockene Felder, greife nach dem Spaziergang routiniert zur Bürste und kontrolliere besonders die Pfoten und Ohren deines Lieblings. Sollte dein Hund dennoch plötzlich niesen, hinken oder den Kopf schütteln, zögere nicht, den Tierarzt aufzusuchen. Mit etwas Vorsicht und der richtigen Fellpflege steht euren ausgelassenen, entspannten Sommerabenteuern absolut nichts im Wege! Anita Lorber

Anita Lorber
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Audrey Manga
Mein Hund trinkt viel – Daran kann es liegen

Du beobachtest deine Fellnase und wunderst dich: Der Napf ist schon wieder leer? Genau wie bei uns Menschen ist auch für unsere Vierbeiner die tägliche Aufnahme von frischem Wasser absolut essenziell, um den Durst zu stillen, den Kreislauf stabil zu halten und den komplexen Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren. Bis zu einem gewissen Grad ist es völlig unbedenklich und sogar wichtig, dass dein Liebling ordentlich zuschlägt – vor allem in den heißen Sommermonaten oder nach einem ausgiebigen Spaziergang mit hohem Aktivitätslevel. Grundsätzlich sollte dein Hund immer und jederzeit freien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Doch was ist, wenn der Durst plötzlich unstillbar scheint? Wenn du dir die Frage stellst: „Mein Hund trinkt viel, ist das noch normal?“, solltest du genauer hinsehen. Ein stark vermehrtes Trinken (in der Fachsprache Polydipsie genannt) kann harmlose Ursachen haben, aber eben auch ein wichtiges Warnsignal für ernsthafte gesundheitliche Probleme sein. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie viel Flüssigkeit gesund ist und ab wann du handeln musst. Inhaltsverzeichnis Mein Hund trinkt viel: Wie viel Wasser ist eigentlich normal? Der praktische Test: So misst du die Wassermenge Harmlose Gründe: Warum dein Hund plötzlich viel trinkt Hitze und hohe Temperaturen im Sommer Vermehrte körperliche Aktivität Stress und Aufregung Futterwechsel und Trockenfutter Wenn Krankheit der Auslöser ist: Mein Hund trinkt viel und ist schlapp Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) Nierenerkrankungen Weitere gesundheitliche Ursachen Alarmstufe Rot: Warnsignale für Vergiftungen Die Gefahr der Wasservergiftung Wann solltest du zum Tierarzt gehen? Mein Hund trinkt viel: Wie viel Wasser ist eigentlich normal? Um beurteilen zu können, ob ein Problem vorliegt, müssen wir erst einmal klären, was die Norm ist. Der tägliche Wasserbedarf eines Hundes ist nicht pauschal für jedes Tier gleich. Er hängt von verschiedenen, ganz individuellen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art des Futters, dem Alter, der Rasse, der Größe und dem genauen Gewicht deines Hundes. Als medizinischer Richtwert gilt: Im Normalfall sollten gesunde Hunde etwa 20 bis 100 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag zu sich nehmen. Ein kleines Rechenbeispiel: Ein kleiner Dackel mit 10 kg Körpergewicht sollte am Tag etwa 200 ml bis zu einem ganzen Liter Wasser trinken. Ein großer Labrador mit 30 kg benötigt dementsprechend zwischen 600 ml und bis zu 3 Litern Wasser täglich, um optimal hydriert zu bleiben. Die riesige Spanne von 20 bis 100 ml ergibt sich aus den extrem unterschiedlichen Alltagsbedingungen (Ruhetag vs. aktiver Hundesport). Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Der praktische Test: So misst du die Wassermenge Damit du nicht nur schätzen musst, ob dein Liebling zu viel oder zu wenig Wasser trinkt, ist es überaus sinnvoll, die exakt getrunkene Wassermenge über ein paar Tage hinweg genau zu messen. Das geht ganz einfach: Fülle am Morgen einen großen Messbecher mit ausreichend Wasser für den gesamten Tag. Notiere dir die genaue Menge (z. B. 2000 ml) und fülle den Wassernapf deines Hundes ausschließlich aus diesem Becher auf. Am nächsten Morgen (nach exakt 24 Stunden) schüttest du das übrig gebliebene Wasser aus dem Napf wieder zurück in den Messbecher. Die daraus resultierende Differenz ist das Wasser, das dein Hund an diesem Tag getrunken hat. Führe dieses kleine Wasser-Tagebuch am besten über mehrere Tage, um festzustellen, ob eine echte Auffälligkeit vorliegt.Achtung! Wenn dein Hund beim Spaziergang genüsslich aus Pfützen, Seen oder Flüssen trinkt, verfälscht das natürlich deine Messung enorm. Behalte ihn draußen also gut im Auge. Harmlose Gründe: Warum dein Hund plötzlich viel trinkt Nicht immer steckt gleich eine dramatische Krankheit hinter einem leeren Wassernapf. Übermäßiges Trinken kann viele verschiedene alltägliche Ursachen haben. Hitze und hohe Temperaturen im Sommer Hunde können nicht wie wir Menschen über die Haut schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur fast ausschließlich über das Hecheln und über die Pfotenballen. Bei steigenden Temperaturen im Sommer brauchen Hunde deutlich mehr Wasser, um ihren Körper effektiv zu kühlen und die verdunstete Flüssigkeit auf der Zunge auszugleichen. Achte bei Hitze ganz besonders darauf, dass immer frisches Nass zur Verfügung steht. Vermehrte körperliche Aktivität Ein ausgedehnter Spaziergang, eine wilde Runde Apportieren oder aktiver Hundesport wie Agility treiben den Puls in die Höhe. Nach intensiver körperlicher Anstrengung ist es eine völlig natürliche und gesunde Reaktion des Körpers, den Flüssigkeitsverlust sofort ausgleichen zu wollen. Stress und Aufregung Ist dein Hund aufregenden oder stressigen Situationen ausgesetzt – wie zum Beispiel einer langen Autofahrt, einem Besuch in der Tierarztpraxis oder an Silvester –, kann es sein, dass er danach mehr als gewöhnlich trinkt. Durch nervöses, aufgeregtes Hecheln verdunstet nämlich extrem viel Flüssigkeit über die Schleimhäute. Futterwechsel und Trockenfutter Die Art der Fütterung hat den wohl größten Einfluss auf das Trinkverhalten! Wechselst du von extrem feuchtigkeitsreichem Futter (wie Nassfutter, Barf oder frisch gekochten Rationen) plötzlich auf handelsübliches Trockenfutter, ist es völlig logisch und absolut wichtig, dass dein Hund massiv mehr trinkt. Er muss die nun fehlende Wassermenge aus der Nahrung mühsam über den Napf ausgleichen. Bereit, deinem Hund ein gesünderes und längeres Leben zu schenken? Jetzt frischgekochtes Hundefutter bestellen und 30 % sparen! 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Wenn sie durch Altersschwäche oder eine chronische Niereninsuffizienz ihre Fähigkeit verlieren, den Urin richtig zu konzentrieren, verliert der Hund unentwegt wertvolles Wasser. Auch hier entsteht ein starker, kaum zu stillender Durst, oft begleitet von Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Weitere gesundheitliche Ursachen Neben Diabetes und Nierenproblemen können auch hormonelle Störungen wie das Cushing-Syndrom (eine Überproduktion von Cortisol) oder der seltene Diabetes Insipidus (Wasserharnruhr) der Auslöser sein. Auch eine schmerzhafte Blasenentzündung verleitet Hunde oft dazu, mehr zu trinken. Bei unkastrierten Hündinnen ist zudem höchste Wachsamkeit geboten: Plötzlicher Durst kann ein erstes Alarmsignal für eine lebensgefährliche Gebärmuttervereiterung (Pyometra) sein! Ganz wichtig: Bitte entziehe deinem Hund niemals das Wasser, in der Hoffnung, dass er dann weniger in die Wohnung macht! Wenn ein Nierenproblem vorliegt, kann ein Wasserentzug innerhalb kürzester Zeit zu einem fatalen, lebensbedrohlichen Organversagen führen. Jetzt frisch gekochtes Futter für deinen Hund bestellen und sparen! Alarmstufe Rot: Warnsignale für Vergiftungen Wenn das Trinkverhalten extrem plötzlich umschlägt, solltest du den Allgemeinzustand deines Hundes genauestens überprüfen. Dein Hund trinkt extrem viel, ist apathisch und frisst nicht mehr? Das kann ein ernstzunehmendes Symptom einer akuten Vergiftung sein! Vor allem wenn dieser Durst zusammen mit weiteren massiven Symptomen wie starken Bauchkrämpfen, totaler Abgeschlagenheit, blutigem Durchfall oder starkem Erbrechen auftritt, zählt jede Minute. Auch mit hohem Flüssigkeitsverlust zwingen den Hund oft förmlich an den Wassernapf. Die Gefahr der Wasservergiftung Paradoxerweise kann auch das Wasser selbst zur Gefahr werden. Eine sogenannte Wasservergiftung (Hyperhydration) entsteht, wenn ein Hund in sehr kurzer Zeit extrem große Mengen Wasser aufnimmt – beispielsweise wenn er stundenlang wild nach dem Wasserstrahl eines Gartenschlauchs schnappt oder beim Apportieren aus dem See unbemerkt Unmengen an Seewasser schluckt. Das Blutbild entgleist, das Gehirn schwillt an und es besteht absolute Lebensgefahr! Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag über die Wasservergiftung beim Hund. Wann solltest du zum Tierarzt gehen? Wenn dir auffällt, dass dein Liebling über mehrere Tage hinweg auffällig viel trinkt, du die getrunkene Menge mit unserem Tipp gemessen hast und harmlose Gründe wie ein heißer Sommertag oder sehr trockene Nahrung ausgeschlossen sind, raten wir dir dringend zu einem Tierarztbesuch. Um dem Arzt bei der Diagnose zu helfen, kannst du ihm direkt notieren, wie viele Milliliter dein Hund in 24 Stunden getrunken hat. Oft hilft es auch enorm, wenn du den Morgenurin deines Hundes in einem sauberen Gefäß auffängst und direkt mit in die Praxis bringst. Mit einer einfachen Blut- und Urinuntersuchung kann der Profi sehr schnell feststellen, ob eine Krankheit vorliegt, und deinem treuen Begleiter schnell helfen. Anita Lorber

Anita Lorber
Grannen beim Hund: So schützt du deinen Vierbeiner vor der unsichtbaren Gefahr

Der Sommer ist für uns und unsere Vierbeiner die schönste Zeit des Jahres. Wir genießen lange Spaziergänge in der Natur, laue Abende und Ausflüge ins Grüne. Doch sobald die Wiesen hoch stehen und das Getreide auf den Feldern trocknet, lauert eine oft völlig unterschätzte, unsichtbare Gefahr im hohen Gras: Grannen! Was für uns Menschen lediglich ein kleines Piksen an der Wade bedeutet, kann für unsere tierischen Begleiter zu einem echten medizinischen Notfall werden. Grannen beim Hund sind eine massive potenzielle Gefahr, die man als verantwortungsvoller Hundehalter unbedingt kennen und niemals unterschätzen sollte. In unserem ausführlichen Blogartikel erfährst du im Detail, was genau diese tückischen Pflanzenteile sind, warum sie sich wie kleine Pfeile durch den Hundekörper bohren können, an welchen Symptomen du erkennst, dass dein Hund davon betroffen ist, und mit welchen simplen, aber effektiven Tipps du ihn davor schützen kannst. Jetzt Sommerdeal sichern! Inhaltsverzeichnis Was genau sind eigentlich Grannen? Wann ist Grannenzeit und wo lauern sie? Warum sind Grannen beim Hund so extrem gefährlich? Symptome erkennen: Wie bemerkt man Grannen beim Hund? Erste Hilfe: Was tun, wenn die Granne feststeckt? Prävention: 5 Tipps, wie du deinen Hund vor Grannen schützt Unser HelloBello Fazit für einen sicheren Sommer Was genau sind eigentlich Grannen? Um den Feind zu besiegen, muss man ihn kennen. Grannen sind im Grunde genommen winzige, oft borstige Pflanzenteile (die sogenannten Ähren), die bei vielen Pflanzenfamilien das Samenkorn umschließen. Man findet sie vor allem in der großen Familie der Süßgräser (Poaceae), zu denen landwirtschaftliche Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer gehören. Das absolut Tückische an diesen kleinen Pflanzenteilen ist ihre anatomische Beschaffenheit. Grannen besitzen winzige, mikroskopisch kleine Borsten und Widerhaken. Durch diese pfeilartige Struktur haben sie eine fatale Eigenschaft: Sie können sich nur in eine einzige Richtung bewegen – nämlich vorwärts! Sobald sie sich im Fell unserer Vierbeiner verhakt haben, wandern sie durch jede Bewegung des Hundes unaufhaltsam tiefer in Richtung der Haut. Wann ist Grannenzeit und wo lauern sie? Die klassische Grannenzeit beginnt bereits im späten Frühjahr (Mai/Juni) und erstreckt sich über den gesamten Hochsommer bis in den Spätsommer und frühen Herbst hinein. Besonders gefährlich wird es, wenn die Temperaturen steigen, die Pflanzenteile auf den Feldern und Wiesen vertrocknen und schließlich von der Pflanze abfallen oder leicht abstreifbar sind. Laufen die Hunde nun freudig über das Stoppelfeld oder durch hohes Gras, reicht ein kurzes Streifen aus, und die Granne bleibt im Fell hängen. Ein wichtiger Irrglaube: Viele Hundehalter denken, dass Grannen nur ein Problem auf ländlichen Getreidefeldern sind. Das ist falsch! Auch mitten in der Stadt lauern sie. Die sogenannte Mäusegerste wächst als hartnäckiges Unkraut an fast jedem städtischen Straßenrand, aus Pflasterritzen oder an Zäunen und trägt extrem aggressive Grannen in sich. Warum sind Grannen beim Hund so extrem gefährlich? Das Problem bei Grannen beim Hund ist nicht nur das äußere Verfangen im Fell. Die wahre Gefahr beginnt, wenn sie die Hautoberfläche erreichen. Durch ihre scharfe Spitze und die Widerhaken bohren sie sich unerbittlich durch die intakte Haut in das Gewebe des Hundes ein. Einmal eingedrungen, können sie nicht von selbst wieder herausfallen. Sie wandern förmlich durch den Körper! Auf ihrem Weg unter der Haut tragen sie massenhaft Schmutz und Bakterien mit sich. Die Folgen sind gravierend: Es entstehen extrem schmerzhafte Entzündungen, eitrige Infektionen, tief sitzende Abszesse und Fisteln. Noch gefährlicher wird es, wenn die Grannen nicht in die Haut, sondern in Körperöffnungen wie Ohren, Nase, Augen oder gar die Atemwege (beim Hecheln im Feld) gelangen. Gelangt eine Granne in die Lunge oder wird verschluckt, kann sie zu schweren Organschäden führen oder den Magen-Darm-Trakt verletzen. Wenn dein Hund ohnehin einen sensiblen Bauch hat, solltest du solche Reizungen unbedingt vermeiden. Lies hierzu auch: Was essen Hunde? Darauf solltest du unbedingt achten! 🐶 Bello's Sommer-Tipp für ein intaktes Immunsystem! Kleinere Wunden und Kratzer aus dem Gebüsch verheilen schneller, wenn das Immunsystem deines Hundes in Topform ist. Ein gesundes, glänzendes Fell (das sich leichter von Grannen befreien lässt) beginnt im Napf! 👉 Jetzt HelloBello's gesundes Frischfutter entdecken! Symptome erkennen: Wie bemerkt man Grannen beim Hund? 1. Symptome: Granne in der Pfote Die Pfoten, genauer gesagt die weichen Zwischenräume der Zehen (Schwimmhäute), sind der absolute Grannen-Magnet Nummer eins. Permanentes, fast schon manisches Lecken und Knabbern an der Pfote Plötzliches Hinken oder Lahmen nach dem Spaziergang Deutliche Rötung und eine harte, heiße Schwellung (oft wie eine kleine Beule) zwischen den Zehen Der Hund reagiert extrem schmerzempfindlich, wenn du die Pfote abtastest 2. Symptome: Granne im Ohr Hunde mit Schlappohren (wie Spaniels oder Retriever) sind hier besonders gefährdet, da die Grannen wie durch einen Trichter ins Ohrläppchen gleiten. Plötzliches, extrem heftiges und unaufhörliches Kopfschütteln Der Hund hält den Kopf schief (die betroffene Seite neigt sich nach unten) Panisches Kratzen am Ohr, oft begleitet von Winseln Starke Schmerzempfindlichkeit bei Berührung In fortgeschrittenem Stadium: Ausfluss aus dem Ohr oder Gleichgewichtsstörungen (wenn das Trommelfell verletzt ist) 3. Symptome: Granne in der Nase Beim ausgiebigen Schnüffeln am Wegesrand wird eine Granne blitzschnell wie durch einen Staubsauger eingesaugt. Plötzliches, extrem heftiges und nicht enden wollendes Niesen (oft schlägt der Hund die Nase dabei auf den Boden) Schweres Schnaufen und röchelnde Atmung Der Hund reibt sich die Nase unaufhörlich mit den Pfoten Einseitiger, anfangs wässriger, später oft blutiger Nasenausfluss Starkes Husten oder Würgen (wenn die Granne in den Rachen wandert) 4. Symptome: Granne im Auge Das ist nicht nur extrem schmerzhaft, sondern kann unbehandelt schnell zur Erblindung führen, da die Granne die Hornhaut zerkratzt. Plötzliches, starkes Zukneifen des Auges (Lidkrampf) Das Auge tränt extrem stark und ist stark gerötet Der Hund reibt mit der Pfote ständig über das Auge Starke Schwellungen des Lidrandes Gelblicher oder eitriger Augenausfluss Erste Hilfe: Was tun, wenn die Granne feststeckt? Wenn du die oben genannten Symptome für Grannen beim Hund feststellst, ist schnelles Handeln gefragt. ACHTUNG: Ist die Granne noch völlig lose und nur oberflächlich im Fell verfangen, kannst du sie problemlos mit den Fingern, einem feinen Kamm oder einer Pinzette herausziehen. Steckt die Granne aber bereits in der Haut, im Ohr, im Auge oder in der Nase, gilt absolutes Verbot für eigene "Operationen"! Versuche niemals, eine festsitzende Granne selbst mit der Pinzette aus dem Gehörgang oder der Nase zu pulen. Durch die Widerhaken bricht die Granne beim Zurückziehen extrem leicht ab. Der Rest bleibt tief im Gewebe stecken und die Entzündung wird dramatisch schlimmer. Gehe in einem solchen Fall sofort in die Tierarztpraxis! Der Tierarzt hat spezielles Werkzeug (Otoskop, feine Zangen) und kann dem Hund oft eine leichte lokale Betäubung geben, um den Fremdkörper schmerzfrei und restlos zu entfernen. Prävention: 5 Tipps, wie du deinen Hund vor Grannen schützt Grannen frühzeitig zu vermeiden, ist die allerbeste Medizin. Mit diesen 5 einfachen Maßnahmen reduzierst du das Risiko einer schmerzhaften Grannen-Verletzung für deinen Vierbeiner im Sommer enorm: Vorausschauend Spazierengehen: Meide in der Hochsaison (Juni bis August) Spaziergänge quer durch ungemähte, trockene Getreidefelder oder kniehohes, vertrocknetes Gras. Bleibe auf den gemähten Wegen und mache auch in der Stadt einen Bogen um wuchernde Mäusegerste am Rand. Die tägliche Body-Check-Routine: Mache es dir zur absoluten Gewohnheit, deinen Hund nach jedem sommerlichen Spaziergang sorgfältig abzutasten. Fahre mit den Händen durch das Fell, kontrolliere die Achseln, den Bauch und vor allem den Bereich rund um den Hals. Pfoten-Check nicht vergessen: Spreize die Zehen deines Hundes nach dem Gassi gehen leicht auseinander und wirf einen genauen Blick in die feinen Pfotenzwischenräume sowie unter die Ballen. Hier verstecken sich 90 % der Grannen! Das Fell trimmen: Halte das Fell deines Hundes in den Sommermonaten an den gefährdeten Stellen gezielt kurz. Schneide das Fell zwischen den Zehen und Ballen regelmäßig aus. Auch die Haare an der Innenseite der Ohrmuscheln sollten kurz gehalten werden, damit Grannen weniger Angriffsfläche haben. Ohren kontrollieren: Klappe die Ohren nach dem Spaziergang einmal um und schau kurz hinein. Oft hängen die Grannen erst noch im Vorhof des Ohrs, bevor sie sich durch das Schütteln tief in den Gehörgang bohren. Unser HelloBello Fazit für einen sicheren Sommer Die warme Jahreszeit soll Spaß machen und nicht von ständiger Sorge geprägt sein! Grannen beim Hund sind zwar ein echtes und potenziell gefährliches Problem, aber wenn du aufmerksam bist, lassen sich die meisten Dramen wunderbar verhindern. Meide trockene Felder, greife nach dem Spaziergang routiniert zur Bürste und kontrolliere besonders die Pfoten und Ohren deines Lieblings. Sollte dein Hund dennoch plötzlich niesen, hinken oder den Kopf schütteln, zögere nicht, den Tierarzt aufzusuchen. Mit etwas Vorsicht und der richtigen Fellpflege steht euren ausgelassenen, entspannten Sommerabenteuern absolut nichts im Wege! Anita Lorber

Anita Lorber

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